AK-Weltmeisterin im Duathlon- Langstrecke

Es ist kaum zu glauben, aber Karin hat es geschafft und den Titel bei den Duathlon-Weltmeisterschaften auf der Langdistanz in meiner Altersklasse gewonnen. Seit 12 Jahren betreibt sie nun zielstrebig und kontinuierlich Ausdauersport und hat viele zweite, dritte und vierte Plätze erreicht. Jetzt steht sie endlich mal ganz oben auf dem Podest. Karin ist überglücklich über ihre Goldmedaille und das ausgerechnet bei einem der schwersten und härtesten Duathlon-Wettkämpfe den man sich aussuchen kann.

Im schweizerischen Zofingen fand die nunmehr 28. Austragung des Powerman Duathlon statt. Über 400 Teilnehmer aus 38 Nationen waren angereist um an den Langdistanz-Weltmeisterschaften teilzunehmen. Zehn Kilometer Laufen, 150 Kilometer Radfahren und nochmals 30 Kilometer Laufen waren die einzelnen Teilstrecken. Und diese hatten es in sich. Von der Startlinie an liefen die Athleten 2.5 Kilometer bergauf und anschließend wieder steil bergab in die Arena und die gleiche Runde noch einmal. Ich absolvierte die ersten zehn Laufkilometer in 44:52 Minuten und wechselte bereits in Führung liegend auf ihr Zeitfahrrad. Die Beine fühlten sich beim Laufen gut an, habe mich mit dem Tempo etwas zurück gehalten, da ich wusste, der Tag wird noch lange und anstrengend genug. Die folgende Radrunde war 50 Kilometer lang und musste von den Sportlern dreimal absolviert werden. 9 Anstiege mit bis zu 16% Steigung und insgesamt 1600 Höhenmeter waren eine echte Prüfung. Nach dem kraftzehrenden ersten Berglauf war es eine weitere Herausforderung die Muskulatur auf Radfahren „umzustellen“ und auf der dritten Runde schlug auch noch das Wetter um und heftiger Wind kam auf, aber widrige Bedingungen liegen mir.

 

5:08 Stunden benötigte ich für die anspruchsvolle Radstrecke und wechselte mit inzwischen über zwanzig Minuten Vorsprung auf den zweiten Laufabschnitt. Zum Glück hat mir Katja Kruse vom Triahtlon Team Rhein Nahe vom Streckenrand aus die Abstände zugerufen, sodass ich eine Orientierung hatte wo ich lag und dennoch konnte ich es kaum glauben in Führung zu liegen. Jetzt kommt es auf die abschließenden 30km an ob es klappt mit dem Titel und auch dieser Abschlusslauf ist berühmt berüchtigt als echter Härtetest. Eine zwei Mal zu laufende 15 Kilometer lange Wendepunktstrecke mit 700 Höhenmetern erwartete die Sportler zum Abschluß. Ich habe in den letzten Jahren insgesamt elf Langdistanz-Triathlons gemacht und unter anderem an der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii teilgenommen aber Zofingen war der anspruchsvollste Wettkampf den ich bis jetzt bestritten habe. Kein einziges flaches Stück, nur bergauf und bergab und das auf unbefestigten Waldwegen mit groben Steinen. In der Vorbereitung habe ich mit einer Laufzeit um die 2:40 gerechnet, aber davon musste ich recht bald Abschied nehmen. Zum Glück hatte ich die Konkurrenz im Blick und habe mitbekommen, dass auch die sehr zu kämpfen hatten. In 2:54 Stunden bewältigte ich schließlich auch die zweite Laufstrecke als schnellste meiner Altersklasse. Nach 8:52:47 Stunden lief ich dann als strahlende Siegerin ihrer Altersklasse TW30 und frischgebackene Weltmeisterin über die Ziellinie. Dort wartete bereits Christoph auf mich um mich mit einer riesen Umarmung zu begrüßen. Wir waren beide so überwältigt, dieses Rennen gut gemeistert zu haben, dass im Ziel nur Tränen geflossen sind. So emotional war dieser Moment. Christoph hat ebenfalls ein hervorragendes Rennen gemacht, er wurde in 7:24:42 Stunden Fünfter in seiner Altersklasse TM35. Die erste Laufstrecke bewältigte er in 35:37 Minuten. Für die 150 Radkilometer benötigte er 4:26 Stunden und die dreißig Kilometer am Ende lief er in 2:18 Stunden. „Einmal und nie wieder“, war sein Kommentar nach dem Rennen, „wer sich hier ins Ziel kämpft kann wirklich stolz auf seine Leistung sein“.

Auch die Gesamtbilanz kann sich sehen lassen. Christoph wurde 33ster over all und ich 15te – incl Profi-Teilnehmer!

Danke an alle die mich auf diesem Weg so lange unterstützt haben. Radsport SMIT, das Material ist Gold wert J, Xenofit- ohne eure Power-Gels wäre mir längst der Saft ausgegangen J, Reha-Zentrum Mainz Mombach – ihr habt die Besten Physiotherapeuten der Welt J, Thomas Stehle von Fitexpert – perfekte Radposition und Leistungsdiagnostik, TSV-Schott- Krafttraining zahlt sich aus, und natürlich dem Weltmeister Trainer (A-Lizenz Triathlon) aus Darmstadt – Harald Zemke (du elender Schleifer)!!! Du hast mich nicht nur nach Hawaii, sondern auch zu Gold gebracht – dein Trainingswissen ist gigantisch, dein Fingerspitzengefühl grandios, dein Training hart und gnadenlos, dein Lob selten – aber die Ergebnisse sprechen für sich!! YOU MADE MY DAY!!

 

 

 

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