Challenge Walchsee 2016

Bäämm da ist das Ding, was für ein Rennen für Dominik Sowieja, unglaublich. AK-Titel in der AK 25-29 mit 9min Vorsprung und Platz 9 im Elite Feld und das in 3:58:19 std. Hätte ihm das jemand vorher erzählt das dass mit 7 Wochen fast ohne Laufkilometer möglich ist, den hätte Dominik vermutlich als Träumer bezeichnet. Aber anscheinend konnte er die fehlenden Laufkilometer mit mehr Radkilometer gut kompensieren. Glücklicherweise war auch die letzte Woche vor der EM schmerzfrei sodass das Vertrauen die 21km durchlaufen zu können wieder da war. Mit dem Wissen und der sehr guten Schwimm und Radform ging es dann mit viel Selbstvertrauen nach Walchsee.

Bereits am Donnerstag ging die Reise los ins schöne Walchsee. Nach anfänglichem Dauerregen konnte auch noch etwas trainiert werden. Alle Disziplinen gepickt mit harten Intervallen standen nochmal auf dem Programm. Mit gutem Gefühl ging es dann zum relaxten Teil vor dem Showdown über. Nach der Vorbelastung am Samstag begann dan die erste Geduldsprobe, der Bike Check IN sowas hab ich wirklich noch nie erlebt sage und schreibe 30min anstehen bis das Rad endlich eingecheckt werden konnte. Danach war die Stärkung bei der Pasta Party auch mehr als nötig. Wär nicht gerade am nächsten Tag der Wettkampf hätte man hier verdammt gut Schlemmen können bis der Arzt kommt. Aber getreu dem Motto was der Bauer nicht kennt das isst er nicht blieb ich bei der Pasta damit auch nichts schief geht.

Um 5:15 Uhr klingelte am Sonntag dann der Wecker und ich war sofort hellwach, schonmal ein gutes Zeichen. Nach einem kleinen Reisfrühstück ging es an die letzten Vorbereitungen. Bodymarking, Wettkampfverpflegung richten, Taschen und Beutel richten etc. pp. Kurz bevor ich die Wechselzone verlassen wollte, nochmal ein Schreckmoment, die Scheibe streift so stark das sie sich an einer Position kaum noch bewegen lässt, verflucht. Der Puls ging erstmal auf 180, tausend Gedanken hat die Scheibe doch einen Schlag vom kleinen Unfall gestern. Dann aber die Erleichterrung durch den höheren Luftdruck hatte die Scheibe insgesamt einen größeren Umfang sodass der Abstand zum Rahmen nicht mehr gepasst hat. Mit ein paar Handgriffen war das aber auch erledigt, glücklicherweise habe ich verdammt viel Zeit eingeplant. So blieb auch noch massig Zeit zum Aufwärmen übrig.

 

Zusammen mit meinem Teamkollegen Philipp ging es dann ans Warm Up. Kurzes Läufchen mit Sprints, Rumpfstabi und ab in die Pelle. Besonders in der ersten Disziplin war ich richtig motiviert. Da ich gerade bei meiner Schwäche zeigen wollte das etwas vorwärts geht. In meinem brandneuen Sailfish G-Range, ging es dann in die Startaufstellung. Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an equipeRed für die günstigen Konditionen. Nach einer gefühlten Ewigkeit rollte dan auch der Rolling Start der Agegrouper an. Rolling Start ? Ja richtig gehört das war auch für mich eine Premiere, war/ist aber eine super Sache ich hatte wirklich noch nie so einen entspannten Start. Kurz zur Erklärung: beim Rolling Start stellen sich die Athleten selbst nach der geplanten Schwimmzeit auf und alle 5s werden 8 Athleten auf den Weg geschickt. Eigentlich recht simpel ;-)

Unter den zweiten 8 Athleten startete dan auch ich. Von Beginn an hatte ich ein super Gefühl und hatte schnell die ersten 8 Athleten aufgeschwommen. Zwar war vorne 1 Agegrouper schon weit enteilt ich konnte mich aber super hinter Steffen Kundel an Position 3 behaupten. Das Schwimmen war wirklich ein Genuss, von Anfang bis Ende Spaß. Zwar ließ ich kurz vor dem Ausstieg etwas abreißen, mit einer Schwimmzeit von 26:00 min für die 1,9km bin ich dennoch sehr zufrieden und konnte hier mein Ziel von 26min auch genau erreichen. Es wäre allerdings schon schön gewesen wenn ich 1s schneller geschwommen wäre ;-) Aber mit dem 30 Gesamtplatz und 2Platz in der AK nach dem Schwimmen konnte ich ganz gut Leben.Mit klarem Blick und super Gefühl auf die Laufstrecke

Nach einem mittelmäßigen Wechsel ging es auf die Laufstrecke und ich fühlte mich verdammt gut. Aber mit dem wissen das ich 7 Wochen fast nichts im laufen machen konnte lief ich sehr verhalten an. Auch hier wollte ich das Rennen nach Möglichkeit progressiv gestalten. Anderst als in Heilbronn hatte ich diesmal einen ganz genau getakteten Ernährungsplan. Hier fruchtete die Eigenverpflegung die ich jede Runde an der 2ten Verpflegungstelle bekam wirklich super. Noch nie war ich auf einer Mitteldistanz so klar im Kopf. Zwar war ich in der 2ten und 3ten Laufrunde etwas langsamer als in der ersten. Aber in der letzten Runde fühlte ich mich noch so frisch das ich nochmal richtig einen drauf setzen konnte. Mit einer Durchschnittspace von 3:35 min/km war diese auch die schnellste. Mit etwas mehr Mut zum schnelleren Anlaufen wäre wahrscheinlich noch mehr möglich gewesen aber gerade mit der Vorbereitung bin ich mit dem Laufen mehr als zufrieden. Durch meinen Fight auf den letzten Kilometern konnte ich nochmal 2 Pros abkochen und auf Gesamtplatz 9 einlaufen. Mit der Gesamtzeit von 3:58:19std bedeutete das zugleich den Europameistertitel in der AK 25-29 mit 9 min Vorsprung vor meinem Teamkollegen Philipp Nothof der sich souverän den Vize Europameistertitel sichern konnte.

Insgesamt ein Wettkampf der superlative, noch nie hatte ich von Anfang bis Ende soviel Spaß wie am Walchsee. Als Fazit bleibt, ich bin defenitiv auf dem richtigen Weg Platz 9 im Profifeld mit nur 1:20min auf Platz 5. Das lässt mich schonmal zuversichtlich in die nächste Saison blicken. Meine Knieprobleme werde ich jetzt erstmal komplett auskurieren und eine Laufpause von min. 2 Wochen einlegen. Deswegen fallen auch leider die geilen Wettkämpfe weg die ich mit dem Heilbronner Leichtathletik Team machen wollte sry. Aber Gesundheit ist das wichtigste. Glüchlicherweise stellt Radfahren kein Problem dar sodass ich die nächsten Wochen noch das ein oder andere Radrennen fahren werde. Bevor ich mich wieder gezielt an die Vorbereitung für 2017 mache. Nächstes Jahr werde ich allerdings nicht mehr im Agegrouper Feld starten, stattdessen will ich etwas im Profifeld für Aufsehen sorgen. Bis dahin bleibt aber noch viel Arbeit, bleibt dran und begleitet mich dabei. Last but not Least ein riesen Dankeschön an alle die mich auf meinem Weg unterstützen vorallem an meine Familie die mich das ganze Wochenende wieder super supportet hat. Ohne euch wäre das alles nicht möglich.

Hier noch die Ergebnissliste für die Zahlenhungrigen. 

Für alle die von Bildern nicht genug kriegen können gibt es hier noch ein paar weitere Impressionen. Viel Spaß beim durchschauen ;-)

Bis dann never stop moving.

Euer Dominik

 

 

 

 

 

 

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