70.3. Ironman Schweiz in Rapperswil

Am 5.6.2016 ging es am Zürichsee für die Geschwister Konrad und Hannah auf die Half-Ironman-Distanz, beim mittlerweile 10. Ironmanrennen in Rapperswil.

Das Wetter zeigte sich nach anfänglichem Nieselregen doch noch versöhnlich, die Straßen blieben, bis auf einige Waldpassagen, trocken und gegen Mittag kam sogar noch vereinzelt die Sonne zum Vorschein. Der See war mit knapp 15 Grad eher frisch.

Im Neo war das Schwimmen dann aber im super klaren Wasser gut möglich und die Schwimmstrecke mit einem Wendepunkt in der Mitte des Sees sorgte durch die lange gerade Strecke dafür, dass sich das Feld schnell auseinander zog. Konrad konnte nicht ganz mit der zweiten Schwimmgruppe mithalten und schwamm die meiste Zeit für sich. In der Mitte der Strecke wurde mir leider beim Überholen die Brille von der Nase gehauen (Merke: Bei langsamen Schwimmer immer weit genug Abstand halten ;-)). Nach 29 Minuten hieß es dann auch schon wieder aus dem Wasser raus aufs Rad. Der Wechsel klappte flüssig und schnell und die ersten Meter auf dem Rad waren auch schon gerollt, da merkte ich, dass mein Wattmessgerät nicht funktionierte (beim Auschecken musste ich feststellen, dass die Batterie, die 2  Tage vorher noch einwandfrei lief, leer war. Merke: Immer ALLES vor dem Wettkampf checken).

Ich hatte mir einen richtig guten Radplan zu Recht gelegt. Ich war im Training mit meinen Leistungsentwicklungen gut vorangekommen und dann so eine blöde technische Panne. Nach mehreren Versuchen den Radcomputer neu zu koppeln, was bei leerer Batterie natürlich nicht klappt, was ich aber noch nicht wusste, konzentrierte ich mich wieder voll auf die Radstrecke und meine HF-Werte. Mein Plan war es nun um 150/min den Puls zu halten und an den Anstiegen nicht zu überziehen. Gesagt, getan und es lief eigentlich auch ganz gut. Die Bergabpassagen mit einigen engen Kurven fuhr ich wetterbedingt eher vorsichtig. Leider gab es an diesem Tag auch einen schlimmen Unfall auf der Radstrecke, wie ich auf der zweiten Runde erfahren musste.

Die Radstrecke ist abwechslungsreich und landschaftlich super schön, so dass das Radfahren, wie letztes Jahr wirklich gut lief. Die neuen Wettkampf-Outfits sitzen super und bequem und haben einen tollen Wiedererkennungswert.

Meine große Unsicherheit war das Laufen. Ende April habe ich mir kurz hinter einander den rechten Fuss zweimal geprellt, so dass ich für einige Tage an Unterarm-Gehstützen laufen musste und bis kurz vor dem Rennen schmerzbedingt kein Lauftraining durchführen konnte. Zwischenzeitlich war noch der Verdacht auf ein Mitttelfussbruch, der sich zum Glück nicht bestätigte. Einige kurze Laufeinheiten von 30min bis 1h in der letzten Woche gaben mir jedoch die Hoffnung das Rennen in Laufschuhen ins Ziel zu bringen.Ich fand schnell ein relativ gutes Tempo, welches es solide bis zum Ende halten konnte. Eine neue Bestzeit sollte es nicht werden. Ich war jedoch mit jedem Schritt wirklich froh, dass meine Füsse mich näher Richtung Ziel brachten. Mit einem  1:33h Halbmarathon war ich schluss-endlich auch sehr zufrieden bei der Vorgeschichte.

Ein 16. Platz mit 4:36:58 in der M-30-34 Kategorie rundete dann mein schönes, sportliches Wochenende ab.

Dem obigen Bericht meines Bruders kann ich mich nur anschließen. Auch wenn trotz gesunder Füße mein diesjähriges Ergebnis mit 5:12 Stunden und dem 8. Platz in der W30-34 Kategorie nicht ganz an meine  persönlichen Ziele widerspiegeln, so ist doch der 70.3 Ironman in Rapperswil eine Reise wert.

Die so oder so jedes Jahr in guter Erinnerung bleibt.

Viele sportliche Grüße und bis zum nächsten Rennen – Konrad und Hannah

 

 

 

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