Duathlon Europameisterschaften Kurzdistanz, Kalkar 2016

Karin Kerschensteiner berichtet uns aus Kalkar: Zusammen mit Christian Wolf, meinem Sportsfreund von equipeRED ging es zu den Duathlon-Europameisterschaften in Kalkar. Rund um das dortige nie in Betrieb gegangene Kernkraftwerk, auch als  „schneller Brüter“ bekannt, fanden die Wettkämpfe der Altersklassen, Elite und offenen Wertung statt. Das Atomkraftwerk als Austragungsort einer Sportveranstaltung war schon eine eigenartige Kulisse.

Zwar ist das Gelände sowie die Überreste der Anlage incl. Kühlturm zu einem Freizeitpark umgebaut worden doch wirkt dies eher wie „Spielfiguren“ auf einem Beton-Planeten. Nun gut – über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. In meinen Augen war es eine beschämende Kulisse für eine Europameisterschaft. Schon oft war ich in Holland oder Frankreich bei einer WM oder EM, die bekommen das deutlich besser hin eine würdige Atmosphäre zu schaffen. Die angereisten Athleten aus ganz Europa haben mir echt leid getan, da sie selbst deutlich bessere Gastgeber sind.

 

Kahle Kulisse, keine Besucher, niemand der anfeuert. Dennoch, gemeldet ist gemeldet und so gingen wir beide über die Kurzdistanz an den Start. Das bedeutete zehn Kilometer Laufen, 40 Kilometer Radfahren und nochmal fünf Kilometer Laufen. Pünktlich zum Startschuss um 13:00 Uhr passte sich dann auch das Wetter an die Kulisse an. Trostloser grauer Dauerregen mit Hagel-Einlage und starkem Wind J. Perfekte Bedingungen (zumindest für mich), denn mir macht „schei..-Wetter“ nichts aus, ich hab eher mit hawaiianischen Temperaturen zu kämpfen J. Die ersten zehn Kilometer lief ich (wie vom Trainer empfohlen) verhalten in 43:28 Minuten und wechselte als Siebte auf die Radstrecke. Nach 1:09:50 Stunden hatte ich auch die zweite Disziplin geschafft und dabei immerhin einen Platz gut gemacht. Auf den letzten fünf Kilometern (22:53 Minuten) musste ich jedoch den gut gemachten Platz wieder abgeben, eine Konkurrentin ziehen lassen und lief nach 2:18:45 Stunden als Siebte meiner Altersklasse TW30 ins Ziel im Schatten des Kühlturms.

Obwohl ich es zum ersten Mal bei der Duathlon EM nicht auf das Podium geschafft habe bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Die letzten 10 Jahre habe ich fast ausschließlich auf Langstrecken trainiert und finde jetzt großen Spaß an den kürzeren Rennen. Das zeigt sich auch im Training. Weniger km dafür schnellere Inhalte. Das ist für mich Neuland aber ich bin mit meinem Einstand sehr zu frieden. Es ist ja noch früh in der Saison und die Laufform stimmt. Es freut mich immer, wenn ich die Trainingsreize umsetzen kann. Neidlos bleibt anzuerkennen, dass die Mädels in meiner AK brutal gute Zeiten abgedrückt haben. Lieber Siebte als Vierte J - das ist wenigstens deutlich am Podium vorbei und es gibt kein „Sekunden Suchen“ – wo ich was noch rausholen hätte können.

Mein treuer Begleiter Christian zeigte sich ebenfalls zufrieden. Nach 2:13:34 (43:49/ 1:02:47/24:10) erreichte er als 18. der Altersklasse TM 50 das Ziel und freute sich wie so oft über eine der besten Radzeiten seiner AK J.

 

 

 

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