Bittere Erfahrung bei der Ironman 70.3WM

Am vergangenen Sonntag, ging es in Zell am See um die Weltmeistertitel auf der Mitteldistanz. Voller Zuversicht und einer guten Form reiste Perspective Athlet Dominik Sowieja bereits am Freitag an, um keine Hektik oder Stress aufkommen zu lassen. Das Rennen lief für ihn nicht wie geplant. War aber trotzdem eine wertvolle Erfahrung.

Anreise: Leider verdarb die Verkehrssituation etwas den Plan und ich war insgesamt fast 9 Stunden auf Achse bevor es zum gemütlichen Teil überging. Nach der Vorbelastung am Samstag und durch die Unterstützung von Familie und Freunden fühlte ich mich fit für Sonntag, um nochmal richtig auf den Putz zu hauen. Leider kam alles etwas anders als geplant.

Schon am Rennmorgen wachte ich mit Bleifüßen auf, nach der morgendlichen Gymnastik und einer letzten Portion Pasta ging es dann zur Wechselzone. Durch die große Hektik und etwas mangelnder Flüssigkeitsversorgung, verlor ich bereits hier etwas Körner und Flüssigkeit. Pünktlich zum Startschuss kam aber wieder die Zuversicht und ich war richtig heiß aufs Rennen. Nach ganz gutem Start fand ich ab ca. 600m ein paar ganz gute Beine die ich dann auch bis zum Schwimmausstieg halten konnte, ohne an meine Grenzen zu gehen. Nach 27:22min kletterte ich genau in der Zeit aus dem Wasser die ich mir zurecht gelegt hatte. Allerdings hatte ich schon hier einen mordsmäßigen Durst und etwas Schwindel.

 

Das legte sich nach einer ausgiebigen Verpflegung auf dem Rad recht schnell wieder. Die Beine fühlten sich nicht sonderlich gut an, aber ich konnte ein ganz gutes Tempo fahren. Bis zum letzten steilen Stück am Filzensattel konnte ich auch einige Plätze gut machen. Dann kam sie die letzte steile Rampe mit ca. 14% Steigung auf 1,9 km. Eine rießen Meute an Triathleten quälten sich die Rampe hinauf sodass man Dachte alle 2800 Athleten sind in diesem Anstieg. Dass lichtete sich aber recht schnell auf der Abfahrt, in der es leider zu sehr vielen Stürzen kam und in fast jeder Kurve jemand lag. Auch ich hatte eine kurze Schrecksekunde als mitten in der Kurve ein Rad vor mir lag, glücklicherweise reagierte ich sehr schnell und konnte dem Hindernis ausweichen.

Durch die sehr passive Fahrweise der anderen konnte ich auf der Abfahrt nochmal gut Boden gut machen. Als ich dann bei km 65 Florian Wildgruber (einer der Topfavoriten in meiner AK) überholte, dachte ich, ich wäre ganz gut im Rennen. Ca. 10 km fuhr ich dann in einer kleineren Gruppe, die mir allerdings aufgrund des unrhythmischen Fahrens und den ständigen Positionswechseln etwas an Zeit kostete. Die folgenden Kilometer hab ich dann die Pace nochmal etwas erhöht, um mich von der Gruppe abzusetzen, dass funktionierte sehr gut sodass ich mich nochmal nach vorne arbeiten konnte. Kurz vor der Wechselzone nahm ich das Tempo dann nochmal deutlich raus um die Beine zu lockern, nach einer Rad Zeit von 2:19:21 lag ich noch genau in meinem Zeitplan.

Der Lauf durch die Wechselzone und der Wechsel funktionierten reibungslos. Die ersten Laufkilometer fühlten sich auch noch richtig gut an die ich sehr kontrolliert mit einer 3:36 Pace anlaufen konnte. Bis km 8 senkte sich die Pace auf ein noch verträgliches Maß. Danach ging die Pace allerdings deutlich runter ich versuchte zwar an jeder Verpflegung Stelle so viel Flüssigkeit und Elektrolyte wie möglich aufzunehmen. Dies reichte aber trotz Gehpausen an den Verpflegung Stellen, bei einer Hitze von deutlich über 30Grad und keinem bisschen Wind, nicht aus. Auch aufgrund dem Gel das ich unterwegs dann noch verlor war es ein reiner Kampf, schon nach Km 14 sah ich kaum noch etwas und hatte ständig das Gefühl gleich das Bewusstsein zu verlieren.

Aber irgendwie rettete ich mich nach einer inakzeptablen Laufzeit von 1:28:56 ins Ziel. Was mit einer Gesamtzeit von 4:22:59 den 6.Platz in meiner AK bedeutete. Damit verfehlte ich mein Ziel TOP 3 leider deutlich. Schade dass ich mein schwächstes Rennen bei der WM ablieferte, aber ich werde weiter an mir arbeiten und aus den Misserfolgen lernen. Diese Woche geht es dann nochmal in der 2ten Triathlon Bundesliga an den Start, bevor ich mich in die OFF Season verabschiede. Last but not Least möchte ich mich bei meiner Familie und Freunden bedanken, die mich unterstützt haben und mich auf der Strecke nach vorne geschrien haben, Ihr seid die Besten.

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