Ironman 70.3 WM Zell am See am 30.08.2015

Zwar kein perfekter Tag für Kathrin Stausberg aber trotzdem ein toller Wettkampf und was ganz besonderes, und Sie durfte dabei sein!

Auf diesen Wettkampf hatte ich mich schon seit der Qualifikation letztes Jahr in Wiesbaden gefreut. Um mich optimal vor zu bereiten und die Radstrecke schonmal kennen zu lernen hatte ich auch meinen Sommerurlaub dort verbracht, was sich auf jeden Fall als Vorteil erwies. Am Freitag reiste ich also an, zum Glück war meine Familie dabei um mich zu unterstützen. Am Samstag hieß es dann Startunterlagen abholen und Rad einchecken, ich war schon etwas aufgeregt und es war irgendwie ein cooles Gefühl bei so einer Weltmeisterschaft rum zu laufen, während die „normalen“ Athleten ihren Wettkampf schon beendet hatten.

Da der Start relativ spät sein sollte, erst um 11.36 Uhr für meine Startgruppe, konnte ich noch ausschlafen und in Ruhe Frühstücken. Dann gings mit alle Mann los zum Start. Nachdem ich mein Rad gecheckt hatte kam ein kleiner Schock, ich stellte fest, dass ich meine Badekappe im Auto (was ich etwas weiter entfernt geparkt hatte) vergessen hatte.  Ich schaffte es ziemlich ruhig zu bleiben, war ja noch genug Zeit, und mein Bruder flitzte los um das Ding im Auto zu suchen, zum Glück erfolgreich. Der Weg zum Schwimmstart war dann gar nicht so leicht zu finden und als ich dann endlich da ankam war gar nicht mehr so viel Zeit bis zum Start. Und ruck zuck stand ich schon im Wasser an der Startlinie und der Startschuss ertönte.

 

Da die Startgruppe mit den 131 Frauen in meiner Altersklasse relativ klein war gabs beim Start und auch auf der restlichen Schwimmstrecke keine Probleme. Das Wasser war dem rumstehen in der Sonne mit Neo angenehm kühl. Dank der vielen Bojen konnte man sich super orientieren und nach 30:16min konnte ich schon wieder an Land gehen. Dann gings in die unglaublich lange Wechselzone. Ich war so froh als ich endlich auf Rad steigen konnte. Ich merkte ziemlich schnell, dass meine Beine nicht 100%ig fit waren. Das machte sich beim 13km langen Anstieg zum Filzensattel, dem höchsten Punkt der Strecke, noch mehr bemerkbar. Zum Glück wusste ich was auf mich zukommt und konnte mir meine Kraft einteilen. Nach 11km leichter Steigung kommt abschließend noch eine zwei Kilometer lange Rampe mit 14% Steigung. Da ging die Geschwindigkeit ganz schnell in den einstelligen Bereich, einige Athleten mussten sogar absteigen und schieben. Ich quälte mich die letzten zwei Kilometer hoch und kam mit total trockenem Mund oben an. Mittlerweile waren es auch so ca 30 Grad und die Sonne brannte auf einen runter. Dann kam endlich die Abfahrt und der Rest der Strecke war Ziemlich entspannt. Nach 3:01:55h konnte ich wieder in die Wechselzone fahren. Man musste wieder durch die ganze lange Wechselzone und das Rad selber wieder an seinen Platz stellen, was ich nicht so angenehm fand.

Als ich dann endlich auf die Laustrecke gehen konnte dachte ich nur ich will nicht mehr. Meine Beine fühlten sich total platt an, ich hatte Seitenstechen  und ich dachte kurz an aufgeben. Aber dann dachte ich dran, dass ich bei der WM bin und dass aufgeben keine Option ist. Nach drei Kilometern hatte ich dann mein Tempo gefunden und es ging ziemlich gut, zwar langsam aber gutJ. Die 21km gingen dann auch recht schnell rum. Zum Glück lag ein Teil der Strecke im Schatten und es gab viele Verpflegungsstation. Ich versuchte jedes mal viel Wasser zu trinken um nicht zu dehydrieren, das klappte ganz gut, aber es war schon extrem warm und man hörte die ganze Zeit die Sirene vom Rettungswagen im Hintergrund. Nach einer nicht so wirklich schnellen Laufzeit von 1:55:43h und einer Gesamtzeit von5:38:22h konnte ich dann ins Ziel einlaufen. Die Stimmung auf der gesamten Laufstrecke und vor allem im Zielkanal war der Hammer. So viele Menschen die einem zujubeln und einen anfeuern, und meine Familie war auch dabei, das war ein tolles Gefühl.

Insgesamt ist die Gesamtzeit zwar nicht das was ich mir eigentlich vorgenommen hatte aber mehr ging an dem Tag einfach nicht und ich bin trotzdem zufrieden und mit dem 59. Platz in meiner AK bin ich immer noch in der ersten Hälfte mit dabeiJ. Es war ein tolles Erlebniss bei so einer WM dabei zu sein und ich hoffe es war nicht das letzte Mal. War ein superschönes Wochenende und ein Wettkampf mit atemberaubender Kulisse in einer Wunderschönen Landschaft. Bin stolz, dass ich dabei sein durfte!

Danke an Mama, Papa, Johannes und Svenja für die tolle Unterstützung!!!

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